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Bislang leistungsstärkster Windpark der ovag Energie AG eingeweiht

Meldung vom 09/22/2017

Fünf neue Windkraftanlagen bei Wartenberg mit zusammen 16,5 Megawatt elektrischer Leistung errichtet

„Mit der heutigen offiziellen Einweihung des Windparks hier in Wartenberg haben wir mit jetzt 113 MW nun deutlich die 100 MW-Schwelle bei der installierten Windenergieleistung überschritten“, freute sich in seiner Ansprache zum gegebenem Anlass Rainer Schwarz, Vorstand der ovag Energie AG. Nicht nur dies: An diesem Standort ist der bislang leistungsstärkste Windpark der ovag Energie AG entstanden, entwickelt und betrieben von ihrer 100%-igen Tochter HessenEnergie.

Um Zahlen sprechen zu lassen: Die fünf Anlagen vom Typ Vestas
V112-3.3 haben eine installierte elektrische Leistung von je 3,3 Megawatt. Mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einem Rotordurchmesser von 112 Metern weisen sie eine Gesamthöhe von rund 196 Metern auf und entsprechen damit der derzeit üblichen Leistungsstärke.
„Wir erwarten an diesem windbegünstigten Standort einen Jahresstromertrag von etwa 29,5 Millionen Kilowattstunden, eine Energiemenge, die rechnerisch dem Jahresstrombedarf von rund 8.400 Haushalten entspricht. Damit erhöht die ovag Energie AG ihre jährliche Grünstromerzeugung aus Wind um rd. 20 %“, betonte Dr. Hans-Peter Frank. „So praktizieren wir Ressourcenschutz und entlasten die Atmosphäre von rund 17.800 Tonnen klimaschädlichem CO2 aus der herkömmlichen Stromerzeugung“, sagte Dr. Frank, verantwortlich bei ovag Energie AG für den Bereich Handel und Erzeugung und Mitgeschäftsführer bei der HessenEnergie.

„Wir haben in einem Zeitraum von rund 14 Monaten das vierte Windenergieprojekt in der Region ans Netz gebracht. Das ist eine Besonderheit für unser Unternehmen. Wir festigen damit unsere Vorreiterrolle auf diesem Gebiet in Oberhessen“, führte Rainer Schwarz aus, „Regionale Energiewende ist damit untrennbar mit unserem Unternehmen verbunden.“

Gleichzeitig dankte er den Gemeindevertretern Wartenbergs und den Freiherren von Riedesel zu Eisenbach, auf deren Waldgrundstücken drei bzw. zwei der Anlagen stehen, für die gute Zusammenarbeit, die „Hand in Hand“ stattgefunden habe. „Wir legen großen Wert auf regionale Wertschöpfung in unseren Projekten“ ergänzte er, „sodass von der Investitionssumme von rd. 29 Mio. Euro auch Firmen und Bevölkerung aus der Standortumgebung profitieren können.“
Die positive Einstellung in der Gemeinde zum Projekt und die gute Zusammenarbeit mit allen Akteuren hob Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann hervor. „Wir übernehmen damit auch gesellschaftliche Verantwortung und leisten unseren lokalen Beitrag zum Klimaschutz.

„Die Genehmigung für den Windpark Wartenberg wurde nach einem umfangreichen Immissionsschutzrechtlichen Verfahren, zu dem auch ein öffentlicher zweitägiger Erörterungstermin gehörte, im November 2016 erteilt. Danach mussten diverse komplexe Auflagen beachtet werden, so der besondere Schutz der hier vorkommenden Haselmaus, aber auch die Sicherung eines Bodendenkmals – ein Hügelgrab vermutlich aus der Jungsteinzeit -durch eine fast zweimonatige, dokumentierte Ausgrabung zählten dazu“, berichtete Dipl. Ing. Gerd Morber, Bereichsleiter Wind bei der HessenEnergie.
Nach Tiefbauarbeiten im Winter begann der Fundamentbau durch die Fa. Vestas im März 2017. Bereits Anfang Juli ging die erste Anlage ans Netz, die letzte Ende August, nach nur knapp sechs Monaten Bauzeit. „Rekordverdächtig“ freut sich der extra zum Termin angereiste Vestas Vertriebschef Deutschland, Knud Ezra Rissel und lobt dabei sein engagiertes Team.
„In Kooperation mit der Energiegenossenschaft Vogelsberg eG wird für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wartenberg ein Anlageprodukt angeboten, über das sich diese privilegiert an der Finanzierung des Windparks beteiligen können“, kündigten bereits heute Bürgermeister Dr. Dahlmann und EGV-Vorstand Günter Mest gemeinsam an. In den nächsten Wochen wird es hierzu noch einen separat angekündigten Informationsabend im Wartenberg-Oval geben.
Im Anschluss an die offizielle Einweihungsfeier mit geladenen Gästen konnten sich die Bürgerinnen und Bürger der umliegenden Gemeinden beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild vom neuen Windpark machen. Neben interessanten Ausstellungen zum Werdegang des Projektes, zum Naturschutz sowie der dort stattgefundenen archäologischen Grabung wurden Führungen über den Windpark angeboten. Für kleine Besucher gab es eine Hüpfburg und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

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