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„Heimspiel“ in der „natursensiblen“ Klasse

Meldung vom 04/20/2017

„Abenteuer Wasser“ in der Herzbergschule Kefenrod

Die Oberflächenspannung des Wassers – nicht unbedingt ein Thema, mit dem man auf Anhieb das Interesse von Viertklässlern gewinnen dürfte. Ganz anders jedoch, wenn zwei Expertinnen wie Sarah Oberling und Lisa Eichler von der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie) den Klassenraum betreten. Mit einfachen Experimenten hatten die beiden die Schüler der 4b der Herzbergschule von Kefenrod schnell auf ihrer Seite. Warum kentert eine Stecknadel recht schnell in einem Gefäß voller Wasser, warum geht es besser mit einer Büroklammer oder noch besser mit einem kleinen Stück Aluminiumpapier? Im praktischen Experiment wurden diese Frage schnell geklärt und von hier und dort riefen begeisterte Schüler durch den Klassenraum: „Meine schwimmt …“

Die 4c dieser Schule ist eine von vier Klassen in Oberhessen, die in diesem Jahr die Teilnahme an dem OVAG-Projekt „Abenteuer Wasser“ gewonnen hat, welches bereits im zwölften Jahr ausgerichtet wird, in nun erstmals gemeinsam mit der HGON. Für drei Doppelstunden besuchen die Fachleute der Gesellschaft die jeweiligen Klassen.

Bereits mehrere Male hatte sich Klassenlehrerin Astrid Wanoschek für die Teilnahme beworben, dieses Mal war ihr und ihren Schülern das Losglück hold. „Meine Klasse ist besonders für dieses Projekt geeignet, weil sie sehr empfindsam ist für alles, was die Natur betrifft“, sagte sie. So bearbeiteten die Schüler beispielsweise einen Acker in der Nähe der Schule: Sähen, Kartoffeln und Erbsen ernten und verkosten, aber auch Unkraut jäten. „Das ist freilich das Schwierigste für die Inder“, fügte sie augenzwinkernd.

Nun also „Abenteuer Wasser“. „Wir möchten die Kinder vor allem für dieses Thema sensibilisieren“, gab Sarah Eichler vor. „Etwa, dass beispielsweise Wasser in anderen Ländern nicht so eine Selbstverständlichkeit ist wie bei uns.“ Zu diesem Zweck brachten sie Anschauungsmaterial mit zum zunächst recht abstrakten „virtuellen Wasser“ – das heißt, zu vermitteln, welche Unmengen von Wasser in anderen Ländern notwendig sind, um T-Shirts oder Hamburger zu produzieren. „Auch ist nur wenigen Menschen bewusst, dass wir auf der Erde bloß über ein Drittel Süßwasser verfügen.“

In der 4b, der „natursensiblen“ Klasse, hatten sie und Lisa Eichler gewissermaßen ein „Heimspiel“. Schon beim Punkt „Wasserkreislauf“ kamen die Antworten auf die Fragen prompt und richtig: In welchen Formen kommt Wasser vor? Wann verdampft Wasser? „Wenn die Sonne scheint.“ Warum gerade dann? „Weil die Sonne heiß ist.“ Wie stellt man eine Wolke dar? Spiegel auf erhitztes Wasser und bereits nach wenigen Momenten ist der Spiegel voller Tröpfchen. So einfach, so eindrucksvoll können Experimente manchmal sein …

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